Prolog: Seifen machen ist eine sehr zeitintensive und auch gefährliche Sache. Bitte unbedingt mit Schutzbekeidung (Handschuhe, Brille) arbeiten, keine Kinder und Haustiere in die Nähe lassen. Der zeitliche Aufwand dafür beträgt schon mal 2-4 Stunden.

Zutaten:

  • 800g Ölivenöl
  • 200g Kokosfett
  • 138,89 NaOH (in Wien: bei Neuber & Söhne)
  • Bratenthermometer
  • Schutzhandschuhe
  • Schutzbrille
  • Handvoll Brennesseln (fürs Pflücken lohnt sich da bereits der Einsatz der Schutzhandschuhe :-) außer man hälts wie meine Freundin B., die sagt, sie will keine Gicht bekommen und pflückt die Dinger bloßhändig)

Die Brennesseln in 360g Wasser weichgekocht (350 g brauchen wir dann für die Lauge). Das Brennesselwasser wird abgegossen (nicht wegschütten!) und die Brennesseln püriert (die mischen wir später unter die fertige Seifenmasse).

NaOH-Berechnung

Jedes Fett hat seine eigenen Verseifungswert, für die von mir verwendeten Fette rechnet man so:

800 g Olivenöl x 0,135 = 135g NaOH
200 g Kokosfett x 0,191 = 38,2 g NaOH
macht in Summe 146,2 NaOH. Das wäre aber zu scharf, daher rechnet man 5% weg (überfettet, sagt man da). Also 146,2 * 0,95 = 138,89 NaOH. Ihr seht, man braucht also eine echt genaue Waage!

Jetzt gehts ans Werken (Schutzhandschuhe und -brille anlegen, bitte!)

Olivenöl und Kokosfett gaaanz laaaaaaangsam auf 70°C erwärmen (Bratenthermometer), am besten im Wasserbad (Topf in Topf). In einem weiteren Topf das Brennesselwasser schütten und DANN die 138,89 NaOH hineingeben (niemals umgekehrt!) – umrühren, bis sich das NaOH aufgelöst hat. Auch die Natronlauge auf 70°C erwärmen. Dann in das Fett schütten und rühren. Stundenlang. Bis sich eine homogene Masse bildet. Ab und zu kann mit dem Stabmixer nachgeholfen werden. Aber immer nur ganz kurz.

Zum Befüllen eignen sich Plastikgefäße oder kleine Holzkistchen. Am besten mit einer Plastikfolie auslegen, dort die Masse einfüllen. Einen Teil zurückbehalten und mit den Brennesseln gut durchmischen. Dazuleeren und mit einem Stäbchen leicht verrühren. Nach 2 Tagen kann die Seife schon geschnitten und zum Austrocknen für die nächsten 3-6 Wochen aufgelegt werden.

Die Regierung hat die Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Im absoluten Eilverfahren wurden Gesetze genehmigt, die die Privatsphäre und die demokratischen Grundprinzipien missachten.

Provider werden verpflichtet die Daten jedes Bürgers für mind. 1/2 Jahr zu speichern und zwar:

  • wann hat wer mit wem wo telefoniert
  • welche Websites hat man angesehen
  • und welche E-Mails an wenn wann gesendet

Hier die genaue Auflistung http://www.demokratischersalon.at/index.php?title=Vorratsdatenspeicherung 

Unfassbar dabei ist einfach, dass die Polizei ohne richterliche Kontrolle diese Daten ausheben darf. Das ist eindeutig eine Untergrabung der rechtsstaatlichen Grundprinzipien – es ist die die Aufhebung der Gewaltenteilung und darf so nicht hingenommen werden!

Im demokratischen Salon (www.demokratischersalon.at) haben sich BürgerInnen versammelt, die das so nicht hinnehmen wollen.

Irland lässt sich das übrigends nicht gefallen und klagt vor dem EuGh.

Mehr Infos auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung

joomla!

Dezember 28, 2007

nach einigen ruhigen Tagen vorm Kamin geh’ ich’s wieder an und zieh mir joomla! rein. Erfreulicherweise gibt’s von Video2Brain eine Trainingsvideo dazu – und das wird mein „Fernsehprogramm“ während der kommenden Tagen.

Seifenrezept

Dezember 10, 2007

seifen1.jpg

Traditionellerweise backe ich in der Vorweihnachtszeit keine Kekse, sondern mache Seife. Hier das Rezept.

TRANSPARENTE GLYCERINSEIFE
200 g Talg oder Schweineschmalz (hab ich ersetzt durch Olivenöl)
120 g Kokosfett oder Kokosöl
80 g Rizinusöl
60 g NaOH
125 g destilliertes Wasser
150 g 90%iger Alkohol
100 g Glycerin
100 g Zucker
65 g Wasser
Duftöl nach Geschmack
Wasserlösliche Farben nach Wunsch
Schutzhandschuhe
Schutzbrille
Thermometer, der bis 80° C anzeigt

Gearbeitet wird ständig im Wasserbad (Topf in Topf).
Im Wasserbad erwärmt man das Fett auf 60° C, in einem zweiten Topf löst man das NaOH in dem destillierten Wasser und erwärmt es auf die gleiche Temperatur (Achtung, NaOH ist ätzend, daher bitte Schutzhandschuhe, Schutzbrille verwenden!). Bei einer gemeinsamen Temperatur von eben 60°C mit dem Stabmixer im Wasserbad zusammenmischen. Jetzt beginnt der Verseifungsprozess, die Masse muss bei ca. 77 – 81° C etwa zwei Stunden dahinsimmern. Am besten man deckt den Topf mit Frischhaltefolie und Gummiringerl ab (oder man hat einen durchsichtigen Deckel), damit man den Gelfortschritt beobachten kann. Nach einer Stunde aufrühren, die harten Reste am Rand einrühren und die weitere Stunde verseifen lassen.

Jetzt die Alkohol-Glycerin Lösung vorbereiten: Achtung Alkohol ist leicht entzündlich! Wenn man am Gasherd arbeitet sollte man einen Feuerlöscher bereitstellen. Jedenfalls wird Alkohol und Glycerin gemeinsam vorsichtig auf 60° C erwärmt (Alkohol siedet schon bei 80°C) und die Flüssigkeit als Lösungsmittel für die gelartige Seife in den Wasserbadtopf unter ständigem Rühren mit dem Stabmixer geleert.

Wieder den Topf zudecken und 30 Minuten schwach kochend halten. Es sollten alle Seifenteile aufgelöst sein.
Während des Kochens wird die Zuckerlösung aufbereitet: Man löst den Zucker in Wasser – das ganze wird zum schwachen Kochen gebracht, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist und im dünnen Strahl vom Löffel läuft. Topf vom Feuer nehmen und die Zuckerlösung dazurühren. Danach die Masse 20 Minuten ruhen lassen, man deckt den Topf zu und lässt die Masse auf ca. 60° C abkühlen.

Die überkühlte Masse kann mit Schaum bedeckt sein, den abschöpfen. Jetzt können auch die Duftstoffe dazugegeben werden. Die flüssige Seife in Formen gießen. Die Seife muss jetzt 2 Wochen ruhen um zu trocknen. Dann aus der Form drücken. Fertig!

Liebesleben

Dezember 7, 2007

Liebesleben… und schon wieder war ich im Kino. Diesmal bei der Österreich-Premiere von Liebesleben (nach dem gleichnamigen Roman von Zeruya Shalev). Der Film ist extrem spannend, erotisch und liefert traumhafte Bilder von Jerusalem und Tel Aviv. Auch wer das Buch kennt wird nicht enttäuscht sein – zumindest ist es mir so ergangen. Prädikat: sehr wertvoll.

nikolo?

Dezember 6, 2007

Nikologeschenk

… da frag ich mich, was der Nikolo hier wem gebracht hat…? Jedenfalls ein sehr großes und rätselhaftes Pakerl stand da heute in Neuhaus herum.

Web 2.0

Dezember 5, 2007

Was ist das Web 2.0? Dieser Frage sind wir im Modul 4 in der Wiener Hauptbücherei nachgegangen.

Import Export

Dezember 5, 2007

War gestern im Kino und hab mir Import Export von Ulrich Seidl angesehen. Kein Wunder, dass der Film bereits soviele Preise abgestaubt hat (Hauptpreis Bangkok World Film Festivals und bei den Filmfestspielen in Yerewan in Armenien, bestes Darstellerensemble in Palic (Serbien)).

Die Szenen, die in den Medien ausführlich besprochen wurden (Prositituierte muss bellend auf allen Vieren knien, Pflegeheim) haben mich schon sehr berührt – aber viel mehr schocking fand ich die Roma-Siedlung in Kosice, Slowakei. Ich befürchte, dass diese Anlage wirklich existiert und es nicht Kulissen waren (ich werde mal fragen). Soetwas darf es in der EU einfach nicht mehr geben!

Prädikat: absolut sehenswert, ein weiterer Kultfilm von Seidl