Es ist wahrhaftig faszinierend nach dem kurzen aber pfadlosen Aufstieg über Kaktus und Stein die rund 5000 Jahre alten „Fußabdrücke“ zu sehen. Der heilige Berg Tindaya ist übersät mit den Felsritzungen (Petroglyphen, gr., petro = stein, fels, glyphein = ritzen, einmeisseln), rund 210 sollen es sein. Bevor man aufsteigt, benötigt man ein Bewilligung, die das medio ambiente (die Umweltbehörde, Infos dazu am Ende des Artikels) ausstellt. Die Bewilligung zu erhalten ist nicht aufwändig und empfiehlt sich, da der Guide Dave jede Person ohne Permíso sofort vom Berg weist. Dave ist aber nicht nur ein strenger Kontrolleur, sondern v.a. ein wichtiger Part bei der ganzen Sache: Ohne ihn findet man bestimmt keine einzige der teils verwitterten, teils gut versteckten Felsgravuren.

Der einzige Wegweiser

Der erste und einzige Wegweiser

petroglyph-02

Ein Stück Weg (noch!)

Das erste Fußpaar

Anfänglich sieht man vielleicht nur ein paar Striche, doch das ist das erste Fußpaar, das man am Tindaya findet: Die schmale Seite sind die Fersen, hier stehen also zwei paar Füße quasi Rücken an Rücken.

Recht dunkel

Recht dunkel aber schön zu erkennen sind die Zehen. Im Vordergrund dürfte ein kleinerer Fuß in einem größeren sein?

Diese Füße sind die einzigen, die Richtung Himmel zeigen, also auf einer Felswand vertikal eingeritzt wurden. Lt. Dave dienten sie zur Anbetung von Himmel, Sonne, Sterne, Mond etc.

Diese Füße sind die einzigen, die Richtung Himmel zeigen, also auf einer Felswand vertikal eingeritzt wurden. Alle anderen sind immer am Boden zu finden. Lt. Dave dienten sie zur Anbetung von Himmel, Sonne, Sterne, Mond etc.

Stark verwittert.

Mehrere Füße, Zehen schön herausgearbeitet

Mehrere Füße, Zehen schön herausgearbeitet

Fuß mit doppelter Ferse

Fuß mit doppelter Ferse

Ovale Form mit seitlicher Form. Dave hat versucht es uns zu erklären... leider hab ich ihn da nicht so gut verstanden. Evt. weiß ja jemand was diese Form bedeutet?

Ovale Form mit seitlicher Zeichnung. Die einzige dieser Art am Tindaya. Dave hat versucht es uns zu erklären... leider hab ich ihn da nicht so gut verstanden. Evt. weiß ja jemand was diese Form bedeutet?

Auch stark verwittert. Interessant bei diesem Petroglyph ist, dass diese Füße ausgehöhlt sind, d.h. nicht nur rundherum gemeiselt, sondern auch die Fußfläche schön gleichmäßig herausgearbeitet wurde (evt. hier im Web nicht gut erkennenbar).

Auch stark verwittert. Interessant bei diesem Petroglyph ist, dass diese Füße ausgehöhlt sind, d.h. nicht nur rundherum gemeiselt, sondern auch die Fußfläche schön gleichmäßig herausgearbeitet wurde (evt. hier im Web nicht gut erkennenbar).

die meisten Füße sind so zwischen 15 und 20 cm lang, dieser hier war vielleicht sogar rund 30 cm? Wir habens nicht abgemessen...

Großer Fuß! Apropos Größe: die meisten Füße sind so zwischen 15 und 20 cm lang, dieser hier war vielleicht sogar rund 30 cm? Wir habens nicht abgemessen...

Die Sonnenuhr. Eine eingemeiselter Halbkreis, der unten ausgebrochen ist. Die Sonnenuhr befindet sich auf einem Stück Fels, der extra auf die Plattform im Gipfelbereich hinaufgehievt wurde. Im Gipfelbereich befinden sich rund 70 weitere Petroglyphen, die aber aufgrund der Exponiertheit, von denen die meisten nur noch recht undeutlich zu erkennen sind.

Die Sonnenuhr. Ein eingemeiselter Halbkreis, der unten ausgebrochen ist. Die Sonnenuhr befindet sich auf einem Stück Fels, der extra auf die Plattform im Gipfelbereich hinaufgehievt wurde. Im Gipfelbereich befinden sich rund 70 weitere Petroglyphen, die aber aufgrund ihrer Exponiertheit nur noch recht undeutlich zu erkennen sind.

noch ein Fuß, entdeckt beim Abstieg

noch ein Fuß, "entdeckt" beim Abstieg

Die allerschönsten Füße! Genial, nicht wahr?

Die allerschönsten Füße! Genial, nicht wahr?

)!

Das aufgeregte und glückliche Forscherpaar am Gipfel!

Bewilligung, Permíso:

Ministerio de Medio Ambiente, Puerto del Rosario, Tel.: 928 85 21 06 bzw. in Morro Jable, Tel.:  928 86 11 15, Mo-Fr: 8-15 Uhr, sprechen neben Kanarisch angeblich auch Englisch, http://www.marm.es/

Rechnet mit einer Durchlaufzeit von ca. 1 Woche. Die Bewilligung wird für eine Person ausgestellt (Passkopie beilegen) und X BegleiterInnen. Die Bewilligung ist nur für einen bestimmten Tag gültig!

Runzel-Erdäpfel

Januar 5, 2009

oder wie die Kanaren sagen: papas arrugadas

hier das Rezept der gleichermaßen köstlichen und einfachen Beilage:

Zutaten:

  • sehr viel (grobes) Meersalz
  • kleine Erdäpfeln, die kleinsten, die man bekommen kann (in Österreich z.B. Kipfler)

und so geht’s:

Zutaten

Zutaten (leicht verwackelt... ;/)

Wasser in Topf geben und soviel Salz hinzufügen, bis der Probeerdäpfel aufschwimmt

Wasser in den Topf geben und soviel Salz hinzufügen, bis der Probeerdäpfel aufschwimmt

die restlichen Erdäpfeln dazu und solange kochen bis sie durch sind

Dann die restlichen Erdäpfeln dazu und solange kochen bis sie durch sind

dann das Wasser abgießen, die Erdäpfeln verbleiben jedoch noch im Topf

dann das Wasser abgießen, die Erdäpfeln verbleiben jedoch noch im Topf

Die Herdplatte auf die kleinste Stufe zurückdrehen und den Topf draufstellen. Das restliche Wasser ausdampfen lassen...

Die Herdplatte auf die kleinste Stufe zurückdrehen und den Topf draufstellen. Das restliche Wasser ausdampfen lassen...

dadurch bildet sich eine Salzschicht rund um die Erdäpfeln. Läßt man sie noch eine Weile stehen (ca. 10 min.) bilden sie Runzeln und ...

dadurch bildet sich eine Salzschicht rund um die Erdäpfeln. Läßt man sie noch ca. 5 Min. stehen bilden sie Runzeln und ...

... fertig sind die Runzelerdäpfeln!

... fertig sind die Runzelerdäpfeln!

Fisch á la Maria

Januar 4, 2009

Mario Castillo, die nicht nur wundervoll kochen kann, sondern auch ein feines Appartement auf Fuerteventura vermietet, hat uns gestern zum Fischessen eingeladen und mir einen Trick verraten, wie man Fisch ganz einfach und noch schmackhafter macht, und zwar:

  1. Kartoffelscheiben und Zwiebelstücke kurz in relativ viel Öl in einer Pfanne anbraten
  2. auf einem Backblech verteilen
  3. Fischstücke darauf platzieren
  4. im vorgeheizten Backrohr etwa 20 min. garen
  5. in dem Öl der o.a. Pfanne Saft einer Zitrone und etwas Essig einrühren
  6. über das Blech mit dem Fisch gießen. Fertig!

Leider habe ich nun kein Foto davon.